Bernecker Deutschland Plus AMI

Die Eurozone rückt ihrem Ende theoretisch näher als vor einem Jahr. Theoretisch bedeutet nicht praktisch, aber es erscheint vertretbar, eine möglichst objektive Zusammenfassung der wichtigsten ökonomischen Fakten zu diskutieren. Denn alleine daran orientieren sich am Ende die Märkte. Frankreich gehört seit einer Woche dazu.

Themen der aktuellen Ausgabe: 15.05.2012

  • Die Aktienmärkte stehen unter akutem Meinungsdruck.
  • Gold testet seinen zweiten Korrekturboden!
  • Die heisseste Bond-Spekulation des Jahres.
  • Bei den schwachen Rängen werden Sie bitte vorsichtig.
  • Island operiert immer noch in der Grauzone.
  • ResCap hat Gläubigerschutz beantragt.

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Der europäische Interessenkonflikt ist nun fest etabliert! Für einige Länder wird es zur Existenzfrage, für andere zur Abkopplungsfrage oder Risikoverhinderung. Das ergibt eine Frontlage zwischen Existenzkampf und Abwehrkampf. Unterschätzen Sie die Brisanz nicht, die darin steckt.

Themen der aktuellen Ausgabe: 15.05.2012

  • Gold lotet den zweiten Korrekturboden aus.
  • Die Chinesen üben fleissig!
  • Wie gross ist die Ansteckungsgefahr für Deutschland?
  • Facebook - Die Wall Street steht vor dem spektakulärsten Börsengang des Jahrzehnts.
  • Der Ölmarkt und seine Wirkung sind in New York spürbar nachzuvollziehen.
  • Frankfurt benötigt eine Nachlese!

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Zürcher Börsenticker

Die Welt der Börse ist ein komplexer Spiegel der realen Wirtschaft. Diese Wechselwirkung muss täglich überprüft werden: Tausende Informationen sind jeden Tag auf vielschichtige Art und Weise wirksam. Die Aufgabe des täglich aktualisierten Zürcher Börsentickers ist es, diese Vielzahl an Informationen zu filtern, zu sortieren und zu einem kompetenten Urteil zusammenzufassen. Der Zürcher Börsenticker konzentriert sich auf das, was wirklich wichtig ist.

Es gibt nur wenige Länder, wo Politik und Wirtschaft so unabhängig eingeschätzt werden können wie in der Schweiz. Die Gedanken sind zwar überall frei, können aber längst nicht in allen Ländern frei geäussert werden. In Zürich ist es uns möglich, das internationale Marktgeschehen fair und objektiv zu bewerten.

Die Tragweite des Zürcher Börsentickers reicht damit weit über die Schweiz hinaus. 

18.05.2012 - Auf's Neue!

Die Märkte stehen erneut vor einer Art Existenztest. 2003 war es die Internet-Krise inkl. des 11. Septembers und seiner Folgen. 2009 die Finanzkrise und nun ist es eines der kleinsten und ökonomisch unwichtigsten Länder in Europa, das den Rest der Welt vorführt. Aus einer offenbar falsch verstandenen Solidarität entsteht erneut eine psychologische Krisenlage, die von allen ökonomischen Fakten weit entfernt ist. Dies führt unmittelbar dazu:

1. Positionslösungen sind nicht zu vermeiden. Jeder wird versuchen, irgendwie eine Liquiditätsreserve zu erreichen, um handlungsfähig zu bleiben. Dazu gehören sowohl Fonds als auch Privatanleger.

2. Short-Spekulationen gehören dazu. Jeder Hedge-Funds dürfte versucht sein, das Spiel nach unten mitzumachen. Die Wirkung auf die verschiedenen Märkte ist unterschiedlich, weil es auf die Breite des Marktes ankommt.

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15.05.2012 - Sehr kritisch!

Der Datenkranz von heute Morgen lässt sehr unterschiedliche Interpretationen zu. Es ist sehr schwierig, eine mittlere Linie zu finden. Es überschneiden sich verschiedene Ereignisse aus der Wirtschaft mit entgegengesetzten Eindrücken aus der Politik. Punkt für Punkt:

1. Griechenland ist pleite, aber niemand will es wahrhaben. Das kann man nur noch mit Psychologie erklären. Kein vernünftiger Mensch kann ein Land wie Griechenland und seine Wähler ernst nehmen. Dennoch halten europäische Politiker hartnäckig daran fest, die Griechen retten zu wollen. Ohne Kommentar, aber: Heute Morgen berichten die Medien in Athen, dass die Griechen ihre Bankkonten räumen. Wird daraus ein Banken-Run?

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15.05.2012 - Die Negativspirale!

Die Ängste um Griechenland überflügeln die tatsächlichen Fakten der Wirtschaft. Das ist ein seltener Fall, aber unter der Besonderheit der Schuldenkrise in Europa nicht zu ändern. 11 Millionen Griechen sind offenbar nicht politikfähig. Selbst der gutwilligste Euro-Fan muss dies nun zur Kenntnis nehmen. Solange dies wie eine Käseglocke über den Märkten hängt, ist eine zuverlässige Einschätzung unmöglich.

Die deutsche Wirtschaft als wichtigste in Europa bleibt auf Kurs. Im 1. Quartal wuchs das BIP um 0,5 % gegenüber - 0,2 % im Q4 2011. Damit dürften sich die Hochrechnungen für das ganze Jahr voraussichtlich auf 0,9 - 1,1 % erhöhen lassen. Eine solche Schätzung erwarten wir in den nächsten 1 oder 2 Wochen durch die zuständigen Konjunkturforscher.

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14.05.2012 - Politikbörsen!

Die grosse und kleine Politik bestimmt auch in dieser Woche das Grundthema der Märkte. Daraus lässt sich keine Prognose entwickeln, sondern nur zufällige Eindrücke.

1. Ob Griechenland eine Regierung zustande bringt oder nicht, ist substanziell nicht wichtig, aber im Erscheinungsbild der Euro-Probleme natürlich gravierend. Die vielfältigen Kombinationen der Experten können Sie täglich den Medien entnehmen.

2. In einem wichtigen deutschen Bundesland hat die CDU entscheidend verloren. Ein unfähiger Politiker hat sich übernommen. Ein Wahlsieg von Rot/Grün war schon vorher anzunehmen, aber in diesem Ausmass nicht erwartet. Die persönlichen Konsequenzen des Verlierers strahlen bis in die Bundesregierung hinein und in Berlin wird deshalb entschieden, wie sich die CDU in Deutschland als bürgerliche Partei endgültig festlegen muss.

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11.05.2012 - Warten auf Godot!

Die halbe Welt wartet darauf, dass 11 Millionen Griechen eine irgendwie zusammengebastelte Regierung bekommen, an deren Nachhaltigkeit niemand glaubt. Es ist ein beschämendes Erlebnis für ganz Europa. Sachlich ist dies nicht einzuschätzen, psychologisch wirkt es aber nun einmal für längere Zeit.

Der französische Präsident krebst vorsichtig zurück. Er ist klug genug, seine Wahlversprechen frühzeitig zurückzunehmen, obwohl darin keine substanziellen Gewichte stecken. Das Ganze ergibt eine etwas konfuse Marktlage für die nächsten zwei bis drei Wochen. Aber:

Die Markttechnik der grossen Indizes verbessert sich in kleinen Schritten. Das gilt sowohl für Dow und S&P, als auch für den führenden DAX in Europa und sogar den Nikkei in Tokio. In der kommenden Woche wird dies sehr sorgfältig zu beobachten sein. Natürlich unter Vorbehalt der politischen Nachrichten aus Athen.

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10.05.2012 - Das Orakel von Delphi!

Wenn die alten Griechen nicht mehr weiterwussten, zogen sie bekanntlich zum Orakel von Delphi. Das ist auch jetzt noch möglich, wie Griechenland-Touristen wissen. Das Prozedere der ganzen Befragung selbst haben wir alle in der Schule ausführlich gelernt. Mal sehen, wie der Spruch nun für Athen ausfällt.
 
Ökonomisch ist jedes Land zu retten. Das weiss jeder, der gesunden Menschenverstand hat, gleichgültig ob unter einer Diktatur oder Demokratie. Tödlich ist es aber dann, wenn man sich nicht hinreichend einig ist. Dann sind wir wieder bei der Geschichte: Was jetzt in Athen läuft, erinnert daran, wie es im Peloponnesischen Krieg zuging, wie es uns Thukydides ausführlich erzählt hat.

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09.05.2012 - Das Ende vom Lied?

Dass Griechenland kein politisch normaler Staat ist, jedenfalls nach den Regeln der Europäer, war allen hinreichend bekannt. Dass die Griechen nicht fähig sind, einen eigenen Staat zu organisieren, wussten bereits Perikles und Themistokles, die zeitweise die alten Griechen als Tyrannen beherrschten. Aber eben nur zeitweise, bevor sie auf Lesbos verbannt wurden.

Die Griechen terrorisieren die Europäer seit nunmehr 2 Jahren mit schlicht beleidigenden Aktionen, politisch, ökonomisch und finanziell. Kann Europa es sich erlauben, dies permanent hinzunehmen? Das objektive Urteil darüber liegt auf der Hand.

Der Verlauf gestern war ein typischer Fall. Die Griechen können sich auf keine Regierung einigen - und die halbe Welt zittert. Was sich daraus noch entwickeln kann und wird, ist nicht kalkulierbar, weil es von Menschen abhängt, die selbst nicht kalkulierbar sind.

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08.05.2012 - Keep calm!

12 Stunden Aufregung nach der Pariser Wahlentscheidung waren genug, um die Gemüter zu beruhigen. „Alles nicht so schlimm“, war am Tagesende die Kommentierung der Marktbeobachter. Tatsächlich liegen die Probleme auf zwei verschiedenen Ebenen:

Ebene 1: Frankreich geht mit seinem neuen Wirtschaftsprogramm den alten Weg, der exakt 31 Jahre alt ist. Die Wiederholung fand von 2000 bis 2002 statt, wobei der jetzige Präsident der jeweilige Mitarbeiter des ehemaligen Präsidenten Mitterand und des ehemaligen Premiers Jospin war. Fantasieloser geht’s nicht. Man möchte meinen, dass Monsieur Hollande seine alten Arbeitspapiere wieder hervorgekramt hat. Das Schönste daran: Ohne Parlamentsbeschluss soll das Rentenalter der Franzosen wieder auf 60 Jahre gesenkt werden. Das kostet zwar nur die Kleinigkeit von 4,5 Mrd. € pro Jahr, natürlich auf Schulden, aber die EZB oder eine andere Institution wird schon helfen.

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07.05.2012 - Der schwarze Sonntag!

Gestern erlebte Europa einen schwarzen Sonntag. Die Chaos-Wahl in Griechenland ist nur eine Begleitmusik. Aber die französische Wahl enthält ein Menetekel - vergleichbar mit derjenigen vom Mai 1981 mit dem damals überraschenden Sieg von Mitterand. Was daraus für Frankreich wurde, wird der eine oder andere noch in Erinnerung haben. Angefangen bei der Verstaatlichung der Banken und Industrie-Unternehmen bis zum Immobilienmarkt halbierten sich die Preise für Vermögenswerte und an den Grenzen Frankreichs standen bewaffnete Polizisten und der Zoll, um Leibesvisitationen vornehmen zu können.
Insbesondere an der Grenze Frankreich/Schweiz.

Monsieur Hollande ist nicht Monsieur Mitterand, aber die Forderung der Franzosen liegt unmissverständlich auf dem Tisch: Mehr Geld, um Wachstum zu erzeugen. Jeder ausgebildete Volkswirt weiss, dass derartige Schuldenimpulse zu keinem nachhaltigen Wachstum führen. Den letzten Versuch dieser Art startete US-Präsident Obama mit einem gewaltigen Programm über 800 Mrd. Dollar, woraus bisher so gut wie nichts an Wachstum resultierte. Die Gründe dafür sind hinlänglich bekannt.

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04.05.2012 - Abwarten und Zuschauen!

Der Nachrichtenstand beiderseits des Atlantiks ist so gemischt, dass er eine Meinung überhaupt nicht zulässt. Bestenfalls gibt es Erwartungen, aber ohne hinreichende Fakten.

Die amerikanischen Konjunkturdaten sind allesamt positiv, aber zweideutig. Wachstum ja, aber wenig Dynamik. Damit können die Märkte in der Regel nicht viel anfangen. Wir meinen, dass sich dieses Bild in den nächsten 4 bis 8 Wochen kaum ändern wird. Darin spiegelt sich vermutlich auch eine abwartende Haltung der Amerikaner wider. Abwarten heisst aber: Es passiert nichts. Einziger möglicher Lichtblick heute wäre eine positive Nachricht vom Arbeitsmarkt mit der Erwartung von 175.000 neuen Jobs. Die Bestätigung
kommt heute Nachmittag.

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03.05.2012 - Missverständnisse!

Die französische Wahl beschäftigt die Gemüter durchweg, nicht massgeblich, aber durchaus nachhaltig. Die Kommentare zum gestrigen Rededuell im französischen Fernsehen fallen heute Morgen sehr unterschiedlich aus. Zu unterscheiden ist vor allem: Wie wird sich Frankreich nach der Wahl in der Bewältigung seiner eigenen Probleme finanzpolitisch aufstellen? Alles andere ist Nebensache. Man sollte nur wissen:

Seit 1958 (Fünfte Republik) hat Frankreich sämtliche Probleme dieser Art fast ausschliesslich mit direkter und indirekter Hilfe Deutschlands bewältigt. Dies jedoch nie offen und offiziell, sondern stets mit kunstvollen Programmen, insbesondere im Sektor der Währungen, wofür es die Namen gibt: Währungsschlange, Bandbreitenregelung und schliesslich auch ECU. Alle diese Stützungen galten für ein paar Monate. Charles de Gaulle startete 1959 die Generalsanierung mit dem Streichen von zwei Nullen zum Nouveau Franc, legte eine Staatsanleihe über eine Milliarde NF auf, woran sich alle Franzosen beteiligen sollten und setzte den Kurs zur D-Mark etwas grossspurig wie folgt fest: 1 NF kostete 1,32 DM. Drei Tage vor dem Euro lag dieser Wechselkurs bei 0,38 DM oder besser 38 Pfennig. Französische Finanzpolitik!

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02.05.2012 - Schöner Mai!

Der Mai zeigt sich in seiner besten Stimmung. Die amerikanischen Vorgaben liegen allesamt leicht über den Erwartungen und zwar so, dass sie als positiver Trend für die Gesamtkonjunktur kommentiert werden. Wirklich herausragende Einzelergebnisse gibt es dagegen nicht.

Das neue Thema heisst Ramsch-Anleihen. In vielfältigen Kommentaren wird es unterschiedlich gesehen. Denn aus den Verlierern von gestern (2008) werden demnächst die Gewinner. Damit haben so manche Parteien, Kritiker, Ideologen und sonstige Gruppen ihr Problem. Denn:

Die sogenannten Subprime-Hypotheken waren vor vier Jahren die grossen Verlierer und alle Banken mussten erhebliche Abschreibungen darauf vornehmen. Daraus entstanden rechnerische Kapitalbedürfnisse (Eigenkapitalquote) und Finanzierungsbedürfnisse der Banken, die von den Staaten aufzufangen waren. Dies wurde allgemein als Steuergeld dargestellt. Jetzt beginnt der Zyklus in umgekehrter Folge. Aus diesen Verlusten werden wieder Gewinne - oder zumindest weit weniger Verluste. Und wer macht wieder das grosse Geschäft dabei? Die Banken, die dies organisieren. Den Aufschrei hören wir schon jetzt. Klar ist:

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30.04.2012 - Kurze Woche!

Morgen ist der weltweite Tag der Arbeit, der auf dem Kontinent zu geschlossenen Börsen führt aber weltweit natürlich nicht. Die markttechnische Ausgangslage für alle Börsen ist erstaunlich stabil und positiv, lediglich der Nikkei tanzt aus der Reihe. Das hat spezifische Gründe in Japan.

Bis Freitag registieren wir ein hohes Umsatzgeschäft sowohl in New York, als auch an den Eurobörsen. Da dies mit steigenden Kursen verbunden war, erwarten wir insgesamt einen positiven Verlauf unabhängig vom kommenden Dienstag.

Die makroökonomischen Daten geben dazu wenig her. Sowohl in den USA, als auch auf der Europaebene gibt es keine wesentlichen neuen Erkenntnisse. Lediglich die amerikanischen Daten könnten ein etwas besseres Bild ergeben. Die negative Seite kommt dagegen von den unverändert bescheidenen Wachstumszahlen für den amerikanischen Arbeitsmarkt.

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27.04.2012 - Weitere Entspannungen!

Die amerikanischen Nachrichten vom dortigen Immobilienmarkt wirkten gestern deutlich entspannend. Mehr in der psychologischen, als in der faktischen Bedeutung, aber schon deshalb, weil davon sowohl der Wohnungsbau an sich, als auch die Stimmung der Verbraucher oder Hausbesitzer bedeutend berührt wird. Am wichtigsten ist hierbei die Entwicklung der Preise. Sie wissen:

Viele Hypotheken gelten in USA deshalb als fragwürdig oder schlecht, weil der Wert des beliehenen Hauses in den vergangenen Jahren verfallen war. Steigen diese Preise, so ist die Hypothek jeweils wieder mehr wert, jedenfalls nach den Bilanzvorschriften. Das führt dazu, dass jede Bank eher Zu- als Abschreibungen vornehmen muss. Das ist wiederum Bilanzvorschrift. Auf diese Weise haben Bank und Hausbesitzer die Möglichkeit, entweder ihr Haus zu höherem Preis zu verkaufen um die Schulden zu bedienen, oder aber eine Umfinanzierung des Hauses zu erreichen, um es zu behalten. Das ergibt eine Spirale des Wertzuwachses nach oben, wie sie umgekehrt seit 2008 nach unten funktionierte. Wir sind darauf bereits eingegangen.

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26.04.2012 - Stabilisierungen!

Die Technik der Märkte zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit derjenigen im Herbst letzten Jahres nach der politischen Destabilisierung infolge der Griechen-Krise und aktuell infolge der Unsicherheiten rund um die Zukunft Frankreichs. Beides ist nicht direkt miteinander vergleichbar, aber die Gefühlsebene ist ähnlich. Bis zum 07. Mai wird sich dies kaum ändern. Was spricht dagegen?

Nach Thomson-Reuter übertrafen drei Viertel aller Ergebnisse des ersten Quartals die Erwartungen der Wall Street. Eine ähnliche Umfrage gibt es für Europa nicht, doch wir meinen, dass sie ähnlich aussieht. Das lässt sich heute voraussichtlich weiter konkretisieren, jedoch mit sehr unterschiedlichen Reaktionen des Marktes.

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25.04.2012 - Abgehackt?

Die Frankreich-Ängste sind vorrübergehend abgehakt. Vielleicht auch etwas gewöhnungsbedürftig. Dass dürfte bis Ende nächster Woche zu permanenten Kombinationen führen, die man schlicht abwarten muss.

Alle Makrodaten der Europäer sind vorerst ohne Wert. Wir hatten dies gestern schon angemerkt und die Einkaufsmanagerindizes von gestern sind eine Art Beleg dafür. Die statistischen Unterschiede zwischen Griechenland und Deutschland, bzw. Portugal und Niederlande sind so gewaltig, dass im Vergleich nichts herauskommt.

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24.04.2012 - Schock oder Schreck!

Die Reaktion der Märkte auf das Wahlergebnis in Frankreich fiel weitaus stärker aus, als zunächst zu befürchten war. Erkennbar ist jedenfalls, dass Europa sich mit einer neuen politischen Konstellation befassen müsste, wenn es zu einem tatsächlichen Machtwechsel in Paris kommt. Zu unterscheiden ist dabei von vorn herein:

Das Problem der Franzosen liegt in deren finanzpolitischen Strukturen, die völlig anders aussehen, als zum Beispiel in Deutschland, aber schon ähnlicher den Verhältnissen in Spanien und Italien. Wie auch immer: Es läuft alles darauf hinaus, dass Frankreich hochverschuldet ist, und diese Verschuldung a) finanzieren und b) am Ende reduzieren muss.

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23.04.2012 - Offen!

Die Zukunft Europas ist für die nächsten zwei Wochen aufgeschoben. Erst dann wird entschieden, ob die Tricolore rot wird, oder bei der bisherigen drei Teilung der Farben bleibt. Wir rücken diese Frage eindeutig in den Vordergrund und die Märkte werden dieses Thema in den kommenden 10 Börsentagen mehrfach durchspielen. Eine Prognose dazu wagen wir nicht. Indes:

Sämtliche Präsidenten seit Charles de Gaulles haben wir in ihrer Politik für Frankreich als auch Europa persönlich miterlebt und den Briefen kommentiert. Wir meinen daher zu wissen, was in dieser Frage steckt.

Die Einstufung des Ergebnisses von gestern ist deshalb nur eine Zwischenstation, die eine Vielfalt von Möglichkeiten beinhaltet.

Die Berichtssaison bringt in dieser Woche mehr als 50 Ergebnisse grosser Firmen. Am Ende der Woche gibt es einen hinreichend guten Überblick darüber, wie die Unternehmen selbst die weitere Entwicklung einordnen.

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20.04.2012 - Paris ist eine Wette wert!

Die französische Wahlentscheidung steht im Mittelpunkt aller Überlegungen an diesem Wochenende und schon heute, was gestern spürbar wurde. Auch in New York und heute Morgen in Tokio. Die Erinnerungen an den sozialistischen Wahlsieg vor gut 31 Jahren (10. Mai 1981) dürften noch in Erinnerung sein. Chaotischer ging es nicht, was in Kurzform zu berichten ist:

24 Stunden nach dem Wahlresultat ging es los. 39 Stunden Wochenarbeitszeit ohne Lohnkürzung, zweistellige Anhebung der Mindestlöhne, Mindestrenten und des Kindergeldes. Dazu eine Reichensteuer, welche die Immobilienpreise in den folgenden 6 Monaten um rund 30 % fallen liessen. 5 grosse Industriekonzerne wurden verstaatlicht und 39 Banken traf das gleiche.

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19.04.2012 - Hochinteressant!

Einer der erfolgreichsten Hedge Funds Manager aus den Krisenjahren wagt eine der interessantesten Spekulationen der nächsten Zeit: Er wettet gegen die Safe Haven Funktion der deutschen Bundesanleihen, oder auf ein Platzen dieser Blase. Die Ausgangslage hatten wir bereits beschrieben.

Im Zuge der Safe Haven Funktion der German Bunds flüchtete bekanntlich alles in diesen Safe Haven, trieb die Kurse in unglaubliche Höhen bis zu 145 % und die Rendite in den Keller. Dass dies nicht gut geht, ist mehrfach beschrieben worden. Diese Blase muss platzen, wird platzen, und darin stecken Milliarden-Gewinne.

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Asset Allocation

Wie sieht eine optimale Selektion aus? Christian Grisey, Geschäftsführer Bernecker Portfolio und Trust: Die optimale Selektion ist je nach Risikoneigung und Risikofähigkeit des Investors definiert und kann demzufolge nicht pauschal beantwortet werden. Wir sind der Auffassung, dass das derzeitige Risiko- und Ertragsprofil für eine Übergewichtung in Aktien spricht. weiter »

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Gute Performance

Weber: «Wir rechnen auch im 2011 mit einer positiven Individual-Portfolio-Performance» Video-Interview mit Michael Weber, Mitglied der Direktion, Bernecker & Cie Portfolio und Trust AG. Herr Weber spricht über die Besonderheiten der Bernecker Individual-Portfolio-Anlage. weiter »

Gratis Probelesen

1. März 2011, Zürcher Finanzbrief: Die globale Inflationsentwicklung ist sehr diffizil. Weniger für die Schweiz, aber vor allem für den Euroraum, Grossbritannien und nicht zuletzt die USA. Allen drei Währungsräumen ist gemein, dass die Notenbanken sich weit über ihre klassischen Territorien hinaus auf Neuland gewagt haben und nun sehr ungeschützt und verletztlich sind. weiter »

NEU: Bernecker Anlagefonds

Bernecker lanciert einen neuen Anlagefonds. Der Anlagefonds bietet dem Kunden die Möglichkeit von unserem 50 jährigen Börsen Know-how und unseren Aktienexpertisen zu profitieren. Mehr darüber im Video-Interview mit Daniel und Jens Bernecker. weiter »

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